
Feinstaubkonzentrationen sind nicht nur von Emissionen, sondern sehr stark auch vom Wetter abhängig. Deshalb basiert das Vorhersagesystem für Deutschland auf den meteorologischen Bedingungen und Entwicklungen im europäischen Raum. Ähnlich wie bei der Wettervorhersage basiert die Feinstaub-Prognose auf Berechnungen und Modellen und gibt damit nur Anhaltspunkte, wie sich die Belastung entwickeln könnte. Das Vorhersagesystem ist vom Rheinischen Institut für Umweltforschung an der Universität zu Köln (RIU) erarbeitet worden.
Unabhängig von natürlichen, quasi von der Wetterlage abhängigen Feinstaubbelastungen werden Spitzenwerte an Feinstaubkonzentrationen in städtischen Ballungsräumen und am Rande von Industriegebieten gemessen. Diese Belastung ist ohne Frage auf das dort beträchtliche und seit langem ständig zunehmende Verkehrsaufkommen zurückzuführen. Vor allem der Autoverkehr in Stadtteilen mit hoher Bebauung (Straßenschluchten) führt zu einer starken Feinstaubbelastung. Dabei muss berücksichtigt werden, dass bei Kraftfahrzeugen (PKW, LKW) der Feinstaub nicht nur aus Motoren - vorrangig aus Dieselmotoren - in die Luft gelangt, sondern zusätzlich noch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Straßenstaubes verursacht wird.