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Umweltzone Berlin

 

Am 27.11.2007 wurde in Berlin Charlottenburg am Kaiserdamm/Ecke Rognitzstraße das erste Hinweisschild auf die Umweltzone enthüllt, wie die Senatsverwaltung für Umwelt mitteilte.

Bis Mitte Dezember sollen weitere Schilder in den acht Berliner Bezirken folgen, die zur Umweltzone gehören. Auf ihnen steht rot umrandet das Wort «Umwelt» und darunter «Zone». Zudem wird es sogenannte «Vorwegweiser» geben, die die Umweltzone ankündigen.
 

Von ca. 1,3 Mio. Fahrzeugen, die in Berlin eine Plakette benötigen sind erst rund 0,5 Mio. versorgt. Bis zum Start der Umweltzone in vier Wochen benötigen also noch rund 0,8 Mio. Fahrzeugbesitzer eine Plakette.

 

Die Umweltzone Berlin wird durch den S-Bahnring gebildet, um dessen Außenbereich an allen Zufahrtstraßen das neue Verkehrszeichen Umweltzone aufgestellt sein wird.

 

Grundlage der Planung war auch der Luftreinhaltungsplan Berlin.

 

Die vom Senat beschlossene Umweltzone im Gebiet des S-Bahn-Rings betrifft fast alle Autofahrer und wäre in ihrer Fläche von rund 100km² und einer Einwohnerzahl von 1,1 Millionen die „drittgrößte Stadt Deutschlands“.

 

Für rund 87.000 in Berlin gemeldete Fahrzeuge wird es allerdings keine Plakette geben. Sie gehören der Schadstoffgruppe 1 an und werden dann durch das Fahrverbot vom Verkehr im inneren Berliner S-Bahnring ausgeschlossen. Sollten diese dennoch dort fahren und erwischt werden, drohen 40 Euro und ein Punkt in Flensburg. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang auch, dass das Fahren ohne Plakette (trotz einer ausreichenden Schlüsselnummer) ebenfalls Geldstrafe und Punkt nach sich ziehen.  

 

Die Umwelt-Plaketten und ihre Farbzuordnung richten sich nach der Schadstoffnorm, die das jeweilige Auto erfüllt. Diesel, die nicht die Euro-Norm II einhalten und Benziner ohne geregelten Katalysator sollen nicht in die Umweltzone fahren dürfen. Diese sollen nach Möglichkeit eine Nachrüstung vornehmen.

 

Hierbei orientiert sich Berlin an einer Bundesverordnung, in der aber fast alle Ende der 80er Jahre gebauten Autos vergessen wurden, die bereits einen Katalysator haben, aber eben rein formal trotzdem keine EU-Abgasnorm erfüllen. Laut Angaben des Referatsleiters Immissionsschutz in Berlin, Bernd Lehming, bekommen aber auch diese Fahrzeuge eine jeweilige Einzelausnahme. Immerhin scheint es sich um rund 100.000 Fahrzeuge zu handeln. Möglich ist aber auch, dass die Plakettenverordnung hier noch ergänzt wird. Sonderausnahmen wird es zudem auch für einige Betriebe geben, deren Spezialfahrzeuge wie Hochzeitstaxis, Oldtimer und Miet-Trabis deren Existenz bedeuten würde. Generelle Ausnahmen für Oldtimer lehnt die Verwaltung aber ebenso ab wie Übergangsfristen.

 

Ab der zweiten Hälfte 2007 sollen an mehr als 50 Straßen die Umweltzonen-Schilder aufgestellt und Routen für den Durchgangsverkehr zur Umfahrung der Innenstadt beschildert werden.
 

Als Umweltzone wird ein Innenstadtraum bezeichnet, dessen Zweck die Verbesserung der Luft ist, die oft stärker als erlaubt mit gesundheitsschädlichem Feinstaub und mit Stickoxiden belastet ist. Beides sind Bestandteile von Autoabgasen, und deshalb sollen diese Emissionen eingeschränkt werden.